Regierung stärkt das Umgangsrecht der leiblichen Väter

Deutschland hinkt wie immer bei den Rechten im Zusammenhang mit unehelichen Kindern hinterher, aber immerhin bewegt sich etwas!

Das Kabinett hat sich am Mittwoch, 17.10.2012, auf einen Gesetzentwurf zur Stärkung der Väterrechte geeinigt. Hiernach soll dem biologischen Vater auch dann ein Umgangsrecht mit seinem leiblichen Kind zur Seite stehen, auch wenn die Mutter mit einem anderen Mann verheiratet ist und das Kind gemeinsam mit diesem Ehemann großgezogen wird.

Bisher konnten die Eheleute den Umgang mit dem leiblichen Vater unterbinden, sofern eine persönliche Beziehung des Ehemannes zu dem Kind bestand. Dem biologischen Vater waren in diesem Falle rechtlich die Hände gebunden, sofern er nicht bereits eine eigene Beziehung zu seinem Kind hatte.

Zukünftig soll allein das Kindeswohl darüber entscheiden, ob der biologische Vater Umgang zu seinem Nachwuchs haben soll. Dieses wird in der Regel der Fall sein, wenn der Vater tatsächlich und nachhaltig Verantwortung für das Kind übernehmen möchte.

Auch soll den leiblichen Vätern ein Auskunftsrecht über die Lebensverhältnisse des Kindes zukommen.

Nun muss der Bundestag über den Entwurf entscheiden.

Den Gesetzentwurf finden Sie hier.

Für Rückfragen steht Ihnen RA Thielbeer gerne zur Verfügung, e-Mail: thielbeer@westphalen-kumleben.de